Alpakas gegen graue Gedanken

Berührt und inspiriert durch Marlene Lufens Instagram Beitrag über psychische Erkrankungen im Lockdown möchte auch ich mich heute diesem wichtigen Thema widmen.

Ob im Freundeskreis, in der Familie oder als Betroffene, ich selbst wurde schon oft mit dem Thema Depressionen konfrontiert. Da ich so viele Erfahrungen gemacht habe, kann ich nicht verstehen, dass einige Menschen noch immer versuchen, diese Krankheit herunter zu spielen mit Aussagen wie „Stell dich doch nicht so an“, „Das wird schon wieder“, „Geh doch einfach mal raus“. Die Depression ist weder eine „Anstellerei“, noch hat sie etwas mit Faulheit zu tun.

Folgende Zahlen sollten uns wach rütteln und vor Augen halten, dass sich dahinter eine ernst zu nehmende Krankheit verbirgt:

Fakten für Deutschland

  • 100 000 Menschen nehmen sich jährlich das Leben
  • Rund 520 der Opfer sind Jugendliche oder junge Erwachsene
  • Damit ist Suizid die zweithäufigste Todesursache bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen
  • 5,3 Millionen Menschen leiden in Deutschland an Depressionen
  • Nur 35% der Betroffenen suchen sich professionelle Hilfe

Quelle: Freund fürs Leben http://www.frnd.de

Durch den Lockdown fühlen sich gerade depressive Menschen noch mehr belastet. Es fehlt an gewohnter Tagesstruktur oder an sozialen Kontakten. Für jene, die Hilfe suchen, ist es noch schwieriger einen Therapieplatz zu bekommen, da die Wartelisten lang sind. Viele trauen sich jedoch gar nicht eine Therapie zu beginnen, von Peinlichkeit oder Versagensängsten getrieben.

Jeder einzelne von uns kann etwas dafür tun, dass diese Menschen weder stigmatisiert noch belächelt werden in unserer Gesellschaft. Dabei kann es wirklich jeden treffen! 16-20 Menschen von 100 leiden in ihrem Leben einmal an einer depressiven Verstimmung. Also nehmt Anzeichen ernst und sprecht Verwandte, Freunde, Arbeitskollegen darauf emphatisch an, wenn ihr Veränderungen bemerkt.

Erste Hilfe gibt es hier:
Telefonseelsorge: 0800 / 111 0 111
Nummer gegen Kummer: 116 111

Eine Unterstützung kann auch manchmal einfach ein Gespräch sein oder ein gemeinsamer Spaziergang an der frischen Luft.

Wenn ihr euch angesprochen fühlt, biete ich euch an, eine Stunde auf der Weide mit den Alpakas zu verbringen bei einer Tasse Tee oder Kaffee, natürlich kostenlos!

Schreibt mir gern unter silvia.classen@gmx.de!

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